Sauer macht krank

Sauer macht krank

Naturheilkundler sehen in der chronischen Übersäuerung die Wurzel vieler Krankheiten:

Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen deutlich den Zusammenhang zwischen Übersäuerung und chronischen Krankheiten sowie den positiven Einfluss von basischen Mineralstoffen. Leider werden diese Arbeiten in der Schulmedizin kaum beachtet. Dort wird nur die akute und seltene Azidose (Übersäuerung) des Blutes behandelt, dann allerdings als Notfall auf der Intensivstation.

Osteoporose

Osteoporose - Säuren sind Knochenräuber

Unser Stoffwechsel ist evolutionsbiologisch nicht auf die heutige kaliumarme sowie protein- und säurereiche Ernährung eingestellt (Sebastian et al.; 2002). So wurde inzwischen nachgewiesen, dass die säurereiche Kost auch bei sonst gesunden Personen zu einer niedriggradigen systemischen Übersäuerung führt. Diese latente Übersäuerung nimmt im Alter mit abnehmender Nierenfunktion zu (Frassetto et al.; 1996). Bei zunehmender Übersäuerung erschöpfen sich die Pufferreserven des Körpers. Da Säuren für den Organismus eine Gefahr darstellen und ein Absinken des Blut-pH-Wertes unbedingt verhindert werden muss, holt sich der Körper basische Mineralien aus den Knochen. Zudem setzt der Körper in einem sauren Milieu vermehrt entzündungsfördernde Substanzen wie NfkappaB, TNF-alpha und COX-2 frei, welche den Knochenabbau beschleunigen (Frick et al.; 2005) (Krieger et al.; 2007). Insbesondere im Alter, bei Frauen nach den Wechseljahren und bei Bewegungsmangel droht die Gefahr der Osteoporose mit erhöhtem Knochenbruchrisiko. Mit einer basenreichen Ernährung können Sie langfristig Ihre Knochen vor dem Raubbau schützen: So konnte in verschiedenen Untersuchungen gezeigt werden, dass sich der höhere Basengehalt in der vegetarischen Ernährung sehr positiv auf die Knochendichte auswirkt. Beeindruckend ist eine zusammenfassende Analyse von 16 Studien, in der sich ein starker Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Hüftbrüchen und dem Proteingehalt der Nahrung (Fleisch, Wurst, usw.) zeigt. (Frassetto et al.,1998, Marsh et al., 1988, Ball und Maughan, 1997, New et al., 1997, Abelow et al., 1992, Tucker et al., 1999, Weiss et al., 1981, Lutz, 1984, Grinspoon et al., 1995, Sebastian et al., 1994, Giannini et al., 1999, Rae et al., 1996, Witasek et al., 1996, Wesson et al., 1998)

Dem Verlust von Knochensubstanz kann durch die Einnahme eines Citrat-Basenpulvers entgegen gewirkt werden. Dabei ist es sinnvoll, das Knochenmineral Calcium in einer synergetischen Mischung mit Magnesium und Kalium zuzuführen. Optimal bioverfügbar ist Calciumcitrat. Calciumcitrat wird bei Personen mit niedriger Magensäure 10-mal besser aufgenommen als Calciumcarbonat. Menschen mit normaler Magensäure weisen eine 20-66% bessere Aufnahme auf. Für Kaliumcitrat ist in klinischen Studien nachgewiesen, dass es dem Calciumverlust über die Niere und dem Calciumabbau aus dem Knochen entgegenwirkt (Jehle et al.; 2006, Marangella et al.; 2004, Sellmeyer et al.; 2002). Damit wirkt es gleich von zwei Seiten der Osteoporose entgegen. Präbiotische Ballaststoffe verstärken die günstige Wirkung von Kaliumcitrat auf den Mineralhaushalt, indem die Aufnahme von Magnesium und Calcium aus der Nahrung gesteigert – ihre Ausscheidung jedoch vermindert wird (Sabboh et al.; 2006).

Vielen Menschen ist vielleicht noch der tägliche Löffel Lebertran aus Kindertagen, der reich an Vitamin D ist, in Erinnerung. Vitamin D steigert ebenfalls die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung. Darüber hinaus mildert Vitamin D Entzündungsreaktionen (Ginanjar et al.; 2007, Shea et al.; 2007) und schützt nach neusten großen klinischen Studien vor Herz-Kreislauf- und besonders auch Krebserkrankungen wie kein anderes Vitamin (Lappe et al.; 2007, Michos et al.; 2008). Es ist daher sinnvoll, im Sommer viel Morgensonne zu tanken und im Winter Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel vermehrt zu sich zu nehmen. Ungünstige Nebenwirkungen wurden erst bei einer Einnahme von über 1000 Microgramm festgestellt. Die offizielle Verzehrempfehlung von 5 mcg ist extrem niedrig.

Frau W. ist Mitte 40. Ihre Haare werden zunehmend dünner und fallen vermehrt aus. Auch ihre Nägel haben in den letzten zwei Jahren an Festigkeit verloren und brechen immer häufiger ab. Nachdem sie 2 Monate lang ein kaliumreiches Citratbasenpulver und Milchsäure-Präbiotikum eingenommen hatte, war sie überrascht, dass sie sich nicht nur ingesamt deutlich vitaler fühlte, sondern auch ihr Kopfhaar dichter und die Nägel fester wurden.

Entzündung

Teufelskreis Entzündung und Übersäuerung

Chronische Entzündungsprozesse und Übersäuerung hängen eng miteinander zusammen. Dabei spielt die Schädigung des Bindegewebes durch Säuren eine maßgebliche Rolle. Wenn Säuren nicht neutralisiert und ausgeschieden werden können, werden diese in unserem Bindegewebe in Form von sauren Schlacken abgelagert. Spürbare Auswirkungen der Übersäuerung auf das Bindegewebe sind: Entmineralisierung von Haaren und Nägeln sowie der Knochen zur Pufferung überschüssiger Gewebesäuren, Karies, zu viel Magensäure, Magen-Darm-Schleimhautreizung, Verstopfung, Nerven-, Muskel- und Gelenkschmerzen u. a. Unser Bindegewebe hat neben seiner Stützfunktion noch eine weitere wichtige Aufgabe – es dient als Kommunikationsmedium von unseren Organen, Zellen und Geweben.

Besonders wichtig ist es für unser Immunsystem, denn die Immunzellen wandern durch das Bindegewebe an ihre Zielorte. Ist das Bindegewebe verschlackt und übersäuert, ist die „Leitung“ unterbrochen und die Kommunikation gestört – Störungen des Immunsystems wie Allergien und rheumatische Erkrankungen können sich entwickeln. Durch die entzündliche Reaktionslage werden freie Radikale gebildet (Pedoto et al.; 1999), welche die Strukturen des Bindegewebes zusätzlich schädigen. Außerdem werden bei Entzündungen weitere saure Substanzen freigesetzt. Die Säuren im Bindegewebe sind bei Erkrankungen des Bewegungsapparates richtiggehend spürbar: Es tut weh. Ein übersäuertes Gewebe fühlt sich deshalb schmerzhaft an, weil die Säuren direkt mit den „Schmerzmeldern“ des Körpers reagieren. Studien haben gezeigt, dass bei rheumatoider Arthritis die Entzündung und die Schmerzen umso intensiver sind, je saurer die Gelenkflüssigkeit ist (Farr et al.; 1985). Andere Untersuchungen belegen, dass durch die Nahrungsergänzung mit basischen Citraten deutlich die Schmerzsymptomatik bei chronischen Rückenschmerzen (Vormann et al.; 2001) und bei rheumatoider Arthritis (Cseuz et al.; 2005) gelindert werden kann.

Eine Entsäuerung kann insbesondere bei chronischen Schmerzzuständen wie Kopfschmerzen oder Fibromyalgie eine spürbare Erleichterung bringen.