Ganzheitliche Basenkur

Ganzheitliche Basenkur

Den Teufelskreis durchbrechen

Mit folgendem Stufenplan aus Darmsanierung und basischen Citraten als Nahrungsergänzungsmittel können Sie den Teufelskreis der Übersäuerung wirksam durchbrechen. Am Anfang steht eine Sanierung des Darmmilieus mit den vier heilsamen Komponenten: rechtsdrehende Milchsäure, präbiotische Ballaststoffe, ausgleichende Kräuter und antientzündliche Beeren (z. B. RegEnergetikum). Die Darmsanierung regeneriert die gesunde Darmflora, so dass die Leber wieder ihre Entsäuerungsaufgabe erfüllen kann, und steigert die Wirkung der basischen Citrate. Bei einer ausgeprägten Störung des Darmmilieus z.B. durch mehrmalige Antibiotika-Einnahme (insbesondere in der Kindheit) sollten Sie die Regeneration durch die Einnahme von Probiotika unterstützen.

Citrate, die Salze der Zitronensäure, sind effektive, aber gut verträgliche Basenmittel. Werden die Citrate in Kombination mit der Darmsanierung angewandt, sind sie noch wirksamer, da der Leberstoffwechsel entlastet wird. Die Citrate tragen zusammen mit dem Milchsäure-Präbiotikum zur Regeneration des Energiestoffwechsels bei. Durch die Zufuhr von Citraten kann der Citratzyklus direkt wieder aufgefüllt werden und der Raubbau, der durch Ammoniak enstanden ist, wird ausgeglichen. Bis Glukose im Citratzyklus verwertet werden kann, sind mehrere enzymatische, zum Teil energieaufwendige Schritte notwendig. Citrat wird ohne Energieaufwand direkt in den Zitronensäurezyklus eingeschleust. Das Milchsäure-Präbiotikum und die Citrate wirken synergetisch auf den Energiestoffwechsel, denn die Milchsäure entfernt das blockierende Ammoniak aus dem giftigen Kreislauf und die Citrate bringen die „Stoffwechsel-Kreissäge“ wieder zum „Rotieren“. Sozusagen nebenbei werden noch unerwünschte Säuren verstoffwechselt: Citrat wird unter dem Verbrauch von drei Säure-Äquivalenten in den Citratzyklus eingeschleust und zu Kohlendioxid umgesetzt, das über die Lunge abgeatmet werden kann.  Zudem löst es Nierensteine auf und schützt vor deren Bildung.

Citrate beleben den Energiestoffwechsel

Der belebende Effekt auf die Zellatmung hat vermutlich weitere Vorteile: Bereits in den Jahren 1956/1957 stellten Wissenschaftler an Krebszellen fest, dass deren Wachstumsrate umso höher war, je geringer deren Zellatmungsaktivität war. Durch die Zugabe von Zitronensäure steigerte sich die Rate der Zellatmung, während sich die Vermehrung der Tumorzellen verlangsamte (Seeger PC; 1988). Eine verminderte Zellatmung kann die
Krebsentstehung und das Krebsgeschehen begünstigen. Krebszellen weisen deutlich verminderte Citrat-Spiegel auf, wie MR-spektroskopische Untersuchungen zeigen.

Kalium spielt für den Säure-Basen-Haushalt eine ganz zentrale Rolle, weil es Säuren aus der Zelle ausleitet.

Ein Problem der Übersäuerung ist es nämlich, dass sich die Säuren in den Körperzellen „verstecken“ und nicht aus dem Gewebe abtransportiert werden können. An den Zellen befindet sich ein Austauschsystem, das Säure gegen Kalium-Ionen auswechselt. Werden die Zellen mit zu viel Säuren überflutet, kommen Säuren in die Zelle hinein und Kalium heraus. Die Folge: Die Zellen verarmen an Kalium und „ersticken“ an den Säuren, die nicht ausgeschieden werden können (Bollaert et al.; 1993, Burnell et al.; 1974). Nehmen wir zusätzlich Kalium auf, können die Säuren die Zelle durch das Austauschsystem wieder verlassen. Dieses Phänomen wird auch „intrazelluläre Entsäuerung“ genannt. Diese Eigenschaft besitzen nur Kalium und Magnesium – Natriumsalze dagegen leisten diese intrazelluläre Entsäuerung nicht. Kalium ist auch wichtig für den Knochenstoffwechsel, weil es dem Calciumverlust durch die Nieren entgegen steuert. In Deutschland nehmen Männer täglich im Schnitt 3300 mg Kalium, Frauen 2860 mg auf. Das Food and Nutrition Board der USA und Kanada erachten unter präventiven Aspekten für alle Erwachsenen eine Zufuhr von 4700 mg pro Tag als notwendig. Diese Kaliummenge (aus der Nahrung) ist aufgrund neuer Erkenntnisse erforderlich, um erhöhtem Blutdruck und Schlaganfällen, Kochsalzsensitivität, Nierensteinen oder Osteoporose vorzubeugen und entgegen zu wirken.
(Curhan et al., 1997; Hirvonen et al., 1999; Keßler und Hesse, 2000; Macdonald et al., 2004; Morimoto et al., 1997; Morris et al., 1999a; 2001; New et al., 2004; Schmidlin et al., 1999; Sebastian et al., 2002; Seilmeyer et al., 2002; Suter, 1999; Young et al., 1995).
Unsere heutige Ernährung ist kaliumarm und natriumarm. Vor allem auch für die Reduktion eines erhöhten Blutdrucks (Hypertonie) ist es sehr wichtig, wenig Natrium und viel Kalium zu verzehren, wie Ernährungswissenschaftler in aller Welt empfehlen.

Magnesium ist das wichtigste „Anti-Stress-Mineral“!

Magnesiummangel ist weit verbreitet und macht sich in ausgeprägten Fällen beispielsweise durch Wadenkrämpfe und Muskelverspannungen bemerkbar. Doch Magnesium entspannt nicht nur die Muskulatur, sondern ist auch wichtig für das Nervensystem: Fehlt das Mineral, fällt es uns schwerer, mit psychischen Belastungen umzugehen. Zudem schützt es Herz und Gefäße. Da Magnesium auch zum Aufbau basischer Pufferreserven dient, werden die Magnesiumvorräte des Körpers, die sich größtenteils in den Knochen befinden, bei anhaltender Übersäuerung angegriffen. Deshalb ist im Rahmen einer Basentherapie die Zufuhr von Magnesium notwendig. Eine sehr gute Quelle natürlichen Magnesiums und Calciums ist übrigens auch Korallenpulver aus dem Ozean. 

Dosierung einer Basen-Mischung auf reiner Citratbasis

Bei starker Übersäuerung (immer saure Urin-pH-Werte) 2 x täglich 5 Gramm (morgens und abends). Anfangs wird diese höhere Dosis benötigt, damit Kalium verstärkt Säuren aus den Zellen freisetzt. Nach ca. 2-4 Wochen kann auf 5 Gramm am Tag reduziert werden. Die richtige Dosierung ist erreicht, wenn der Morgenurin um den pH-Wert 6,5 liegt. Man kann auch die Tagesmenge in 1-2 Liter Wasser auflösen und über den Tag verteilt trinken. Abends nehmen Sie zum Schutz der Nieren die Hauptdosis ein, da nachts die meisten Säuren freigesetzt werden. Trinken Sie tagsüber mindestens 2-3 Liter Wasser. Sehr empfehlenswert ist die Kombination 1 Messlöffel Citratpulver mit 1 Esslöffel Milchsäure-Präbiotikum.

Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz und Nierenversagen sollten keine kaliumreichen Basen-Mischungen eingenommen werden, sonst kommt es zur Überlastung der Nieren. Sollten Sie ein Medikament (z. B. Digitalis) einnehmen, dessen Wirkung durch Kalium oder Calcium beeinflusst wird, konsultieren Sie Ihren Arzt.

Was enthält ein optimales Basenmittel?

Empfehlenswert sind u.a. Dr. Jacob's Basenmittel oder auch Melissen-Basentabletten, die zusätzlich noch Melissenextrakt und Stoffwechselvitamine enthalten und vor allem zur Entspannung von Nerven und Blutdruck beitragen.

Vom Regen in die Traufe

Häufig werden Basenmittel angewendet, die unerwünschte Wirkungen zeigen. So zum Beispiel das bekannte Natriumbicarbonat (Natron), was mit der Salzsäure des Magens zu Kochsalz reagiert. Kochsalz kann den Blutdruck, das Magenkrebs- und das Nierensteinrisiko erhöhen.

Durch Natriumbicarbonat wird zunächst die Magensäure neutralisiert, danach erhöht der Magen aber wieder reaktiv die Säureproduktion. Dies schädigt die Magenschleimhaut. Besonders bei Menschen mit zu niedrigem Magensäuregehalt können außerdem gefährliche Bakterien die Säurebarriere des Magens überwinden und sich im Magen-Darm-Trakt ansiedeln. Leider enthalten viele Basenprodukte vorwiegend Natriumbicarbonat, das man an seinem typisch salzigen Geschmack erkennen kann. Gerne wird auch Kalk (Calciumcarbonat) verwendet, der in normalen Mengen harmlos ist. In den häufig empfohlenen hohen Mengen zur Entsäuerung belastet es den Darm.

Der regelmäßige Verzehr von hochalkalischen Basenmittel wie Natriumbicarbonat und Calciumcarbonat schädigt auf Dauer die Dickdarmflora. Durch die verstärkte Ammoniakbelastung der Leber wird der Teufelskreis der Azidose nicht unterbrochen, sondern auf Dauer gefördert. Dem wirken Sie entgegen, indem Sie Ihr Darmmilieu mit einem Milchsäure-Präbiotikum stärken!

Einige Basenpulver enthalten als Hauptbestandteil den Hilfsstoff Milchzucker (Laktose). In Mitteleuropa leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung an einer Laktose-Intoleranz. Noch weniger wünschenswert ist weißer Zucker (Saccharose), der bei Sauerstoffunterversorgung zur Säurebildung führt.

Es lohnt sich, das Kleingedruckte auf den Packungen zu lesen. Es kommt auf den tatsächlichen Gehalt an basischen Wirkstoffen an. Sie zahlen für die unerwünschten Hilfsstoffe oft das Vierfache im Vergleich zu reinen Citrat-Mischungen.

Sieben Schritte zur vollen Lebenskraft

  1. Pflanzenreiche Ernährung
  2. Regelmäßige Bewegung
  3. Reichlich Flüssigkeit
  4. Tiefe Bauchatmung
  5. Entspannen und viel Lachen
  6. Darmsanierung
  7. Citrate (mit viel Kalium und Magnesium, wenig Natrium)
Die dreiwöchige Basenkur

Wollen Sie in eine basische Lebensweise einsteigen, dann empfehlen wir Ihnen eine dreiwöchige Basenkur als Start. Sie werden die Wirkung spüren und sich deutlich wohler fühlen! Genießen Sie basische Lebensmittel, während der Kur am besten rein pflanzlich. Vor allem Gemüsesuppen sind sehr basisch.

Die Balance wieder zu erreichen, ist das oberste Ziel der ausgewogenen Basenkur. Ihre Haare fallen nicht mehr frühzeitig aus, Ihre Haut wird reiner, Ihre Nägel fester, chronische Schmerzen und Entzündungsprozesse lassen nach. Sie werden sich entspannter und deutlich leistungsfähiger fühlen.

Nach Ablauf der 3 Wochen reichen als Erhaltungsdosis meist täglich 1 Esslöffel Milchsäure-Präbiotikum und ca. 5 g Citrate.

Wenn Sie zudem noch auf eine ausgewogene, gemüse- und obstreiche Ernährung achten, beugen Sie langfristig der Knochenentkalkung und anderen degenerativen Krankheiten vor. Und Sie werden sich einfach vitaler und wohler in Ihrer Haut fühlen.